Heroes of Might and Magic V – Tribes of the East

Die Heroes of Might and Magic-Reihe von Ubisoft geht in eine neue Runde. Am 15. Mai 2005 wurde Heroes of Might and Magic V veröffentlicht. Ein Jahr darauf kam das erste Addon hinzu „Hammers of Fate“ und 2007 das zweite „Tribes of the East“. Nach einigen Spielstunden, in denen ich mich mit dem Spiel vertraut gemacht habe, möchte ich auf meine Eindrücke und Erfahrungen eingehen.

Es gibt 8 verschiedene Völker : die Zuflucht, die Necropolis, das Inferno, die Akademie, die Sylvaner, das Dungeon, die Bergfestung und schließlich die Bastion.

  • Zuflucht (Menschen) : Die Zuflucht besteht aus Bauern, Bogenschützen, Fußsoldaten, Greifen, Priestern, Reitern und Engeln
  • Necropolis (Untote) : Die Necropolis besteht aus Skeletten, Zombies, Gespenstern, Vampiren, Lichs, Geistern und Knochendrachen
  • Inferno (Dämonen) : Das Inferno besteht aus Quälgeistern, Gehörnte Dämonen, Höllenhunden, Sukkubi, Höllenrössern, Folterknechten und Teufeln
  • Akademie (Magier) : Die Akademie besteht aus Gremlins, Steingargoyles, Eisengolems, Magiern, Dschins, Rakschasa-Rani und Kolossen
  • Sylvaner (Elfen) : Die Sylvaner bestehen aus Nymphen, Klingentänzern, Jägern, Druiden, Einhörnern, Baumriesen und Grünen Drachen
  • Dungeon (Dunkelelfen) : Das Dungeon besteht aus Spähern, Blutjungfern, Minotauren, Echsenreitern, Hydren, Schattenhexen und Schattendrachen
  • Bergefestung (Zwerge) : Die Bergfestung besteht aus Verteidigern, Speerträgern, Bärenreitern, Wüterrichen, Runenpriestern, Thanen und Feuerdrachen
  • Bastion (Orks) : Die Bastion besteht aus Goblins, Zentauren, Ork-Kriegern, Schamaninen, Schlächtern, Lindwürmern und Zyklopen

Durch das Addon „Tribes of the East“ können die Einheiten zu zwei verschiedene Kreaturen aufgerüstet werden, die jeweils spezielle  Vor – und Nachteile mit sich bringen.

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Ein Akademieheld beim Wirken eines Zaubers

Zum Spielsystem:

Heroes of Might and Magic V ist ein rundenbasierendes Strategiespiel, dessen Ziel es ist, die  Armeen des Gegners zu vernichten und ihre Städte einzunehmen. Man beginnt mit einer Festung und einem Hero der jeweiligen Fraktion, welche man gewählt hat, und baut in seiner Festung Kreaturenbehausungen, Verteidigungsanlagen und Magiergilden, um die Angriffe der Feinde zurückzuwerfen oder aber selbst welche auszuführen. Man kann sich natürlich Kreaturen in der eigenen Festung kaufen, aber es befinden sich auch Orte auf der Map (Karte), an denen man diese rekrutieren kann,  Da man jede Runde nur ein Gebäude bauen darf, sollte man dieses immer mit Bedacht auswählen. Um sich Gebäude und Armeen zu finanzieren, werden spezielle Rohstoffe (Holz, Erz, Quecksilber, Kristall, Schwefel, Edelstein und Gold) benötigt, welche in den jeweiligen Mienen und Werken auf der Karte gewonnen werden können. Um so eine Miene einzunehmen, muss man zuvor allerdings eine Gruppe von Mobs (Neutralen Gegnern) vernichten. Diese werden stärker je länger ein Spiel dauert, somit sollte man also nicht unvorsichtigerweise angreifen ohne vorher nachzusehen, in welchem Verhältnis diese zu dir stehen. „Niedrig“ stellt keine Gefahr für dich da, ganz im Gegensatz zu „Herausfordernd“ – ein Kampf gegen diese Gegner könnte einem Pyrrhussieg entsprechen, oder gar einer Niederlage. Neben deiner Armee bist du auch im Besitz eines Heros (Helden) , der mit jedem Kampf Erfahrung bekommt. Das Sammeln von Erfahrung lässt ihn Level aufsteigen und dadurch kann er zwischen verschiedenen Skills (Fertigkeiten) auswählen wie z.B. Einfacher Angriff, Einfaches Magieverderben, Einfache Destruktive Magie, usw. Mit der richtigen Skill-Verteilung können spezielle Fraktionsfertigkeiten frei geschaltet werden. Dies erweist sich allerdings als äußerst schwierig und ist mir bis jetzt selbst noch nicht gelungen ;D.

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Erkunden der Karte

Nun Genaueres zum Kampfsystem:

Eine Armee besteht immer aus den rekrutierten Kreaturen und einem Helden. Zusätzlich können noch einige nützliche Kriegsgeräte wie Munitionswagen und Balliste aus einer Schmiede gekauft werden. Ein Kampf kommt immer dann zustande, wenn einer der Spieler einen Gegner oder Mobs angreift. Bevor es zur eigentlichen Schlacht kommt findet der so genannte Taktikmodus statt, in dem der Spieler seine Kreaturen noch einmal so platzieren kann wie er möchte. Das Schlachtfeld ist ein großes Quadrat, das wiederum in viele kleinere Quadrate unterteilt wird, auf denen sich die Kreaturen bewegen können. Während die Kreaturen offen auf dem Schlachtfeld stehen, hält sich der Hero abseits auf seinem Reittier. Dies bedeutet aber lediglich, dass der Held nicht angegriffen werden kann, aber trotzdem seine Angriffe und Zauber normal wirken kann. Die Kreaturen bewegen sich von der einen Seite zur anderen Seite des Schlachtfelds um die Feinde zu vernichten. Die Reihenfolge, in der die Spieler am Zug sind, ist generell immer abwechselnd, ist aber meistens nicht der Fall, da Faktoren wie Moral und Initiative mit in die Reihenfolge einfließen. Neben Initiative und Moral gibt es auch noch Glück, Pech, Buffs (Stärkungszauber) und Debuffs (Schwächungszauber), welche auf den Schaden einwirken, den deine Kreaturen anrichten. Eine Schlacht kann durch Masse entschieden werden oder aber durch Qualität, somit könnte man seine Rohstoffe in eine hohe Anzahl an schlechteren Kreaturen investieren oder aber man kauft sich für die gleiche Menge an Rohstoffen eine geringere Anzahl an starken Kreaturen. Eine Schlacht kann also immer auf eine andere Weise enden, abhängig vom Talent des Spielers, der Armee und dem Glück.

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Eine Belagerung der Bastion

Zu den Spielmodi:

Singleplayer (Einzelspielermodus)

Das Spiel kann im Kampagnenmodus gespielt werden, indem du die Geschichte der verschiedenen Fraktionen nachspielst,  mit einem Orkhelden beginnend um deine versklavten Fraktionsangehörigen von den Menschen zu befreien, bis hin zu dem Magier Arantir, der die Welt mit seinen Untoten unterjochen möchte. Dann gibt es noch den Szenariomodus, welcher aus einzelnen Karten besteht und viele kniffelige Aufgabe so wie besondere Helden bietet. Die Missionen haben allerdings im Gegensatz zum Kampagnenmodus keinerlei Zusammenhang.

Multiplayer (Mehrspielermodus)

Der Mehrspielermodus bietet 3 verschiedene Möglichkeiten : Hot-Seat, Lan und Internet . Das Spiel lässt sich also auf einer Lanparty mit Freunden spielen oder aber auch mit mehreren unbekannten Leuten im Internet. Beim Hot-Seat ist das etwas anders, da man dafür nur einen Computer benötigt. Dieser Modus lässt sich noch in weitere 3 Modi unterscheiden : Standardmodus, Duellmodus und dem Duell 3×3 . Der Standardmodus ist in gewisser Weise eine Art Szenariomodus, allerdings mit dem Unterschied, dass hier die Spieler ihre Fraktion, ihren Starthelden und ihre Position selbst festlegen. Für diesen Modus liegen viele verschiedene Karten vor, die jeweils verschiedene Aufgaben von einem abverlangen, z.B. ein besonderes Artefakt finden oder alle Feinde zu bezwingen. Beim Duellmodus wählt man allerdings zu Beginn des Spiels einen Helden, der bereits mit Artefakten und einer starken Armee ausgestattet ist. Man befindet sich dann sofort im Kampf gegen seinen Mitspieler und versucht diesen zu gewinnen. Im Duell 3×3 kann man sogar zwischen 3 Helden und ihrer Armee auswählen. Im Kampf kann man sogar zwischen seinen 3 Heroes wechseln um zu verhindern, dass man verliert. Ziel dieses Spiels ist es natürlich auch wieder die gegnerischen Helden zu vernichten.

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Schattengebieterin - schön und mysteriös

Die Grafik:

Die Anforderungen für dieses Spiels sind niedrig gehalten. Das bedeutet aber nicht, dass das Spiel eine schlechte Grafik hat. Jeder Baum, jeder Grashalm und jede Einheit wurde hervorragend ausgearbeitet. Die verschiedenen Landschaften lassen auf die Fraktion deuten, die im jeweiligen Gebiet herrscht und das Schlachtfeld verändert sich je nachdem in welchen Gebiet du kämpfst.

Mein Fazit

Dieses Spiel bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten. Man kann auf Magie setzen oder auf Anti-Magie, auf seine Angriffskraft oder Verteidigung. Jede Fraktion ist ausgeglichen und macht Spaß gespielt zu werden. Zu meinen persönlichen Favoriten gehören die Sylvaner und die Bastion. Die Sylvaner, da sie  naturverbunden und anmutig sind, und die Bastion, da sie zestörerisch und unaufhaltsam sind. Dies bedeutet allerdings nicht, dass ich die anderen Rassen nicht mag, ganz im Gegenteil, ich spiele jede Rasse gerne,  weil sie ihre spezifischen Vor – und Nachteile haben. Da das Spiel jetzt schon etwas älter ist, kostet es nicht mehr viel. Jeder sollt dieses Spiel unbedingt gespielt haben. Mich stimmt es allerdings traurig zu wissen, dass mit diesem Spiel die Heroes of Might and Magic-Reihe ein Ende findet.

1 Kommentar

  1. Agarwaen said,

    15. Februar 2009 um 13:21

    Super Artikel und super Screenshots! HomamV ist im Genre Strategie wohl mein Lieblingsspiel… denn kaum ein anderes Game bietet so viele verschiedene Möglichkeiten und eine derartige Vielfalt an Fraktionen, Einheiten, Skills und Geschichten. Das zeigt mal wieder, dass es nicht unbedingt auf die beste Grafik ankommt.
    Auch ich bin aber sehr traurig dass dieser Teil der letze der Homam-Reihe ist. Sehr schade… aber immerhin haben die Macher hierbei wirklich ihr bestes gegeben und nochmal ein richtig geniales Spiel zustande gebracht.


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