Der Herr der Ringe – Die Schlacht um Mittelerde 2

Nach dem erfolgreichen Strategiespiel „Schlacht um Mittelerde“, hat EA im Jahr 2006 den Nachfolger veröffentlicht. Nun wenn der Vorgänger schon hervorragend ist, was kann man da noch falsch machen? Nun, in diesem Fall so ziemlich alles…

Die erste Erneuerung, besteht aus dem Hinzufügen von neuen Völkern, somit haben wir neben Mordor und Isengart nun auch die Zwerge, Orks, Elben und Menschen, denn Gondor und Rohan werden zu Menschen zusammengefasst, und Mordor wird in Mordor-Orks und Moria-Orks unterschieden.

Wenn man nicht gerade einen Fetish für diese kleinen, grauen Missgeburten hat, wird man die Orks wohl kaum spielen. Sie haben ein Tunnelsystem, das dazu dient ihnen Rohstoffe zu liefern und sich auf der ganzen Map frei zu bewegen. Dieses Volk hat die billigsten Einheiten im ganzen Spiel und können somit schon zu Beginn des Matches eine hohe Anzahl an Orks ins Spiel bringen. Ein Resultat daraus ist ein Rush und ein schnelles Spielende. Doch selbst im Endgame sind sie nicht zu unterschätzen, da sie auch die billgsten Upgrades haben, haben sie immer perfekt aufgerüstete Einheiten. Die Orkhelden in die Schlacht zu involvieren ist eher sinnlos und kostenungünstig. Alle Einheiten der Orks gehen gegen Silberdorn- und Feuerpfeile ziemlich schnell down.

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Die garstigen Orkhorden

Nun die Elben sind das beliebteste Volk, was nicht zuletzt an ihren Düsterwaldbogenschützen liegt. Lässt der Gegner dir zu viel Zeit, ist  das Spiel auch schon so gut wie gewonnen. Ein Spiel gegen Elben ist recht monoton, da es immer nach dem gleichen Schema abläuft : Einbunkern mit Türmen, Düsterwaldbogenschützen ausbilden bis die Einheitengrenze erreicht ist, diese mit Silberdornpfeile ausstatten und dann Warten bis der Gegner aufgibt, nachdem alle seine Einheiten mit Pfeilen gespickt auf dem Boden liegen bevor sie überhaupt in die Nähe der Türme gekommen sind. Aber nicht nur die Bogenschützen sind so nervtötend, sondern auch die Heroes. Ein Legolas kann über die halbe Map schießen, ohne dass du etwas merkst. Deweiteren tötet er alle Einheiten mit einem Schlag und solltest du in Erwägung ziehen ihn anzugreifen, wirst du schnell festellen müssen, dass er sich zu seinen Türmen zurückzieht sobald ihm ein Feind gegenüber steht. Der einzige richtige Angriff von seiten der Elben besteht aus 3 Ents die sich schön aus der Ferne mit ihren Steinen auf deine Festung werfen. Solltest du es aber schaffen einen von ihnen mit einem Feuerpfeil zu erwischen, brennt er wie trockenes Heu. Ein Spiel mit den Elben und gegen die Elben macht nicht wirklich Spaß.

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Das Inferno unter den Ents

Neben den Menschen und Elben stehen auch die Zwerge auf der guten Seite. Planst du nun zu Beginn ein ordentliches Spiel und investierst in deine Wirtschaft, wirst du umso mehr überrascht sein, wenn plötzlich 2 Bataillone Hüter angeführt von Gloin vor deiner Festung stehen. Da die  Hüter extrem schnell ausgebildet werden können und auch sofort per Bannerupgrade auf Rang 2 aufgebracht werden können, stellen sie schon anfangs eine große Gefahr da. Belagerungstechnisch gibts es 2 Optionen bei den Zwergen : entweder man kauft sich zu Beginn eine Zwergenramme, welche die Festung des Gegners mit 5 Schlägen wegmetzelt oder gegen Ende 20 Katapulte mit Feuerschuss, aber da die Zwergenkatapulte einen Doppelschuss haben, fliegen nicht nur 20 Feuerbälle durch die Luft, sondern satte 40. Auf die Economy müssen Zwerge nicht achten, da sie mit einer speziellen Ringfähigkeit die Produktion eines Tunnels um 300 % steigern können. Sollte es dann doch dazu kommen, dass Zwerge sich zurückziehen müssen – was aber nur vorkommt wenn ein Balrog höchstpersönlich aus der Erde erscheint um zu kämpfen –  sind sie schon so gut wie tot. Zwerge sind zwar stark aber auf Grund ihrer Leibesfülle verdammt langsam. Die Zwergenheroes bestehen zwar nur aus  König Dain, der König der Zwerge ,  Gloin, Gimlis Vater, und Gimli höchstpersönlich. Den Zwergen stehen nur 3 Helden zur Verfügung, aber es Bedarf auch nicht mehr als 3 Zwergenhelden um ein Spiel zu gewinnen.  Die Zwerge sind meiner Meinung nach das unausgeglichenste Volk.

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Die Masse machts möglich - Zwergenkatapulte

Die Einheiten der Menschen sind einfach nicht zu überwältigen. Sie haben zwar die Gondorsoldaten, welche noch schwächer als die Orkkrieger sind, aber diesen Nachteil merzen sie durch ihre Lanzenträger wieder aus. Diese Einheiten überleben jeden noch so harten Schuss oder Schwertstreich und selbst die übermächtigen Heroes scheitern an den langen Stangen dieser. Man hat diesem Volk aber nicht nur die besten lanzenträger gegeben, sondern auch noch die besten Helden. Damit meine ich nicht Eomer oder Theoden, da diese – wenn überhaupt – einem Kampf nur aus der Ferne beiwohnen sollten. Tatsächlich meine ich den Menschenkrieger Aragon, der mit seinen Skills ein Spiel ganz alleine gewinnt. Aragon ist so gut wie unsterblich, und viele nutzen diese Tatsache auch aus, denn er garantiert einem den Sieg. Aber neben ihm stehen auch noch andere Helden so zum Beispiel Gandalf, der Graue (ab Lvl 5 der Weiße) oder Boromir, der Kriegsherr. Ein Match mit den Menschen wird deswegen auch hauptsächlich mit den Heroes absolviert.

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Beschworene Bataillone eines selbsterstellten Menschenhelden

Nun zu Isengart und Mordor möchte ich nicht allzuviel sagen. Isengart hat Lurtz, der Urukanführer, als einzigen sinnvollen Helden. Er kann zwischen Nah – und Fernkampfwaffe wechseln und mit seiner Fähigkeit ‚Krüppelschuss‘ kann er gegnerische Helden auf Distanz halten. Isengart ist mein Favorit, da sie im Endgame ziemlich stark sind, und eine Schlacht mit ihnen nur dann gewonnen werden kann, wenn man strategisch denkt. Mordor hat keinen relevanten Hero und dazu kommt noch, dass EA die Nazgul und die Fellbestien getrennt hat, damit der Spieler mehr Auswahlmöglichkeiten hat. Für diese Fraktion gilt dasselbe wie für Isengart: zu Beginn des Spiels leicht zu überwältigen, aber im Endgame nahezu unschlagbar. Mordor hat eine große Auswahl an Einheiten und Kreaturen, darunter die aus dem Film bekannten Haradrim, Olifanten und Kampftrolle.

Auch wenn das Spiel eine gewaltige Schattenseite hat, macht es im Multiplayer doch recht Spaß. Dieses Spiel hat sich für mich einige Zeit als gutes Lanspiel bewährt und auch heute noch spiele ich es mit Freunden gemeinsam online, da es eine große Auswahl an Maps und Spielweisen bietet. Allerdings muss ich beipflichten, dass EA sich nicht mehr um die Probleme der Verbraucher kümmert und den Kundenservice eingestellt hat. Meiner Meinung nach, kann sich dieses Spiel aber nicht im Entferntesten mit seinem Vörganger messen.

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